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Das Ziel jeder Zucht ist die Erhaltung bzw. Verbesserung der Art hinsichtlich rassetypischer Merkmale und der Gesundheit. Diese allgemeine Formulierung gilt für jeden seriösen Züchter, egal welcher Art das Zuchtobjekt ist.
Worin unterscheiden wir uns nun möglicherweise von anderen Züchtern?
Der irische Terrier oder Irish Terrier stammt von Hunden ab, die auf der Insel der sogenannte kleine Mann hielt. Sie wurden vielfältig eingesetzt, mussten hart arbeiten, ggfs. auch kämpfen, für wenig Futter aber offensichtlich viel Streicheleinheiten. Diese Vielseitigkeit, gepaart mit der Liebe zu seinem Herrchen und dessen Familie, gilt es zu erhalten. Der Irish Terrier ist ein Gebrauchshund, er liebt es, beschäftigt zu werden, sonst sucht er sich eine Beschäftigung.
Als Gebrauchshund muß er ausreichend robust und kräftig sein, jedoch, ohne dabei seine Eleganz zu verlieren. Das beginnt beim Kopf. Laut Standard soll der Kopf schmal sein. Doch wie schmal ist schmal. Unser Eindruck ist, dass sich mit der Zucht zu schmaler Köpfe die Probleme mit dem Gebiss verstärken. Die Zahl fehlender Prämolare erhöht sich und Canini-Steilstand tritt verstärkt auf. Deshalb hat ein gesundes Gebiss Vorrang vor einem schmalen Kopf.
Der Rücken soll lang, gerade und fest sein, mit einer leichten Krümmung der Lendenpartie. Der Rutenansatz soll hoch sein. Auch hier gilt es, verschiedene Tendenzen gegen einander abzuwägen und das Optimum zu finden. Ein gerader, fester Rücken mit hohem Rutenansatz ist häufig verbunden mit einem kurzen Rücken und gerader Lendenpartie. Der Hund ist quadratisch bis hoch, seine Bewegung verliert an Schwung. Unsere Hunde mit der besten Bewegung waren rechteckig, mehr lang als hoch, mit sehr viel Schub aus der Hinterhand. Leider sind sie hin und wieder auch recht groß.
Wir bevorzugen ein hartes, leicht gewelltes bis glattes Fell von rötlicher Farbe. Die Unterwolle soll gleichmäßig und dicht sein. Wir haben diese Haarqualität über STEDINGER NASCHLA in unsere Zucht bekommen, die sie in hervorragender Weise an ihre Nachkommen weiter gegeben hat. Die Hunde lassen sich gut trimmen und sind selbst in frisch getrimmten Zustand gleichmäßig und dicht in der Unterwolle.
Das Wesen des Irish Terrier soll lebhaft und froh sein, dem Menschen zugetan. Anderen Hunden gegenüber zeigt er sich furchtlos und kampfbereit. Er ist kein angriffslustiger Raufbold, doch wird er zum Kampf gefordert, schreckt er davor auch nicht zurück. Dabei geht es insbesondere bei Rüden mehr laut als ernsthaft zur Sache. Selten gibt es größere Verletzungen. Das ist Terrierwesen. Wem das nicht gefällt, der sollte sich einer anderen Rasse zuwenden.
Dabei ist der Ire durchaus sozial verträglich. Bei uns laufen alle Iren unterschiedlichen Alters frei im Haus und auf dem Grundstück, bei den jährlichen Treffen begegnen sich über 60 Irish Terrier häufig zum ersten mal und auch das geht ohne Stress für die Besitzer. Unsere Welpen lernen ab der 4.Woche, sich in das häusliche Rudel einzugliedern. Diese Prägung muß der neue Besitzer ausbauen. Von einem Jungrüden hörten wir, dass er vom Trainer der Welpenspielgruppe immer eingesetzt wurde, um andere Streithähne auseinander zu bringen.
Der Züchter kann durch die Wahl der Elterntiere eine Basis legen für einen gesunden Welpen hinsichtlich Körper und Wesen, endgültig bestimmt der neue Besitzer, was er aus dem Hund macht.
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