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Pastime Irish Terrier - Hundezucht in Rügge

Das Zuchtkonzept

 

Zucht bedeutet im Allgemeinen eine Verbesserung der Leistung eines Tieres, das Streben nach dem Erreichen eines Zuchtzieles.  Das kann bei der Kuh die Verbesserung der Milchleistung, beim Springpferd die Verbesserung der Springqualität und beim Windhund  die Erhöhung der Laufgeschwindigkeit sein.

Bei den allermeisten Hunden wird aber keine Leistung mehr gefordert, die verbessert werden sollte. Für sie gilt, dass sie möglichst gut dem Standard entsprechen sollen, was auf Schauen von einem Richter bewertet wird. Da bei diesen Schauen nur begrenzte Möglichkeiten gegeben sind, werden die Hunde auch nicht mehr in Hinblick auf  Eignungen bewertet, für die sie einst selektiert und eingesetzt wurden. Ein vorzüglicher Jagdhund muss auf einer Schau nicht ebenfalls vorzüglich bewertet werden. Bei einigen Rassen wird daher auch zwischen Schau- und Gebrauchshunden unterschieden.

Eine einseitige Bewertung der Hunde nur auf ihren Phänotyp (Erscheinungsbild) hat leider auch zu Fehlentwicklungen geführt, die heute als Qualzuchten durch die Medien geistern und der Rassehundezucht geschadet haben.

Die Irish Terrier sind hiervon zum Glück nicht betroffen. Sie sind eine überaus gesunde Rasse. Bei der Auswahl der zur Zucht verwendeten Tiere gibt es jedoch unterschiedliche Philosophien. Bei der Linienzucht - eine verharmlosende Umschreibung von mehr oder weniger intensiver Inzucht -  werden verwandtschaftlich nahe stehende Tiere miteinander verpaart. Dadurch werden sowohl gewünschte, positive Eigenschaften dieser Tiere gefestigt als auch unerwünschte, negative. Die genetische Vielfalt sinkt. Die Wissenschaft spricht von Inzuchtdepression. Sie, die Wissenschaft, befürwortet die Zucht mit einer möglichst breiten genetischen Basis durch den Einsatz von Hunden, die nicht oder nur weitläufig miteinander verwandt sind, da es der Gesunderhaltung der Rasse dient.

PASTIME Irish Terrier hat sich seit seiner Gründung im Jahre 1987 an das Konzept der genetischen Vielfalt gehalten. Wir haben Hündinnen aus den Niederlanden, aus Russland und aus Dänemark geholt, um sie in unserer Zucht neben den von uns gezogenen einzusetzen. Wir haben Rüden aus deutschen Zuchten, aus den Niederlanden, und aus England importierte eingesetzt und uns aus Frankreich, aus den USA und zuletzt aus Schweden einen Rüden geholt.

Nur in einem Ausnahmefall haben wir eine Anpaarungen wiederholt und wir haben keine Rüden eingesetzt, die in Deutschland schon viele Würfe gezeugt haben. Die Risiken des Einsatzes solcher Rüden wurden unter dem Schlagwort "Popular Sire" ausführlich diskutiert.

PASTIME Irish Terrier unterstützt alle Maßnahmen, die der Gesunderhaltung der Rasse dienen. Die Universitätsinstitute, die sich mit der Erforschung eines Genmarkers für Cystinurie beschäftigen, erhielten Blut- und Urinproben unserer Hunde für ihre Forschungsarbeit. Seit es den Genmarker für die digitale Hyperkeratose (corny feet) gibt, haben wir alle unsere aktuell in der Zucht eingesetzten Hunde testen lassen. Sie sind alle frei, also keine Träger des Gens für cf.

Wir haben gelernt, dass das Fell des Hundes ein wesentliches Element der Zucht ist. Der Standard erlaubt beim Irish Terrier die Farbnuancen weizenfarben, rot-weizen, und rot. In unseren Augen ist die Farbe rot die attraktivste für den "roten Teufel" von der Insel.

MieleWir hatten das Glück, dass wir mit KILLORGLIN PRIVATE DANCER (genannt MIELE) aus der Zucht von Jeannine Savigny aus Frankreich einen Rüden bekamen, der den roten Farbton in unserer Zucht verstärkte und festigte.

Ferner gab er seinen Nachkommen ein harsches, glattes bis leicht gewelltes Fell mit, welches leicht zu trimmen ist.

Wer einmal Irish Terrier mit weichem und lockigem Haar getrimmt hat, weiß ein gutes Fell zu schätzen.

Darüber hinaus ist das Fell ein Indikator für die Gesundheit des Tieres, wozu auch ein normaler Hormonhaushalt gehört.

Zu unserem Zuchtkonzept gehört auch, daß eine Hündin vor der Vollendung des zweiten Lebensjahres keine Welpen bekommt. Ferner bekommt die Hündin nach einem Wurf eine Zuchtpause und wird bei der folgenden Hitze nicht gedeckt, auch wenn dieses nach den Richtlinien des Klub für Terrier nicht erforderlich wäre. Diese Selbstverpflichtung führt dazu, daß eine Hündin bei uns meist nur 3 Würfe in ihrem Leben hat.

Welpeninteressenten sollten Zuchtstätten auch unter diesem Aspekt betrachten.